Das Spiel
Turrican aus dem
Hause Rainbow Arts ist sicherlich eines der besten, wenn nicht gar das
beste Actionspiel der letzten Monate. Ziel des Spiels ist es, den fiesen
Morgul zu finden, der das gesamte Universum beherrschen will und sich durch
Dreiköpfigkeit und Unauffindbarkeit auszeichnet. Der Spieler muß
nun versuchen, seinen Roboter durch die 13 Levels zu steuern, am Ende Morgul
gegenüberzutreten und ihn zu vernichten.
Das Spiel wartet
mit einigen noch nie auf dem C 64 realisierten Spezialeffekten auf. Dazu
zählen u. a. die acht teilweise überbildschirmgroßen Oberbösewichte,
die sich auch noch frei bewegen. Außerdem gibt es noch durchschlagende
Zusatzwaffen, wie die lenkbare Feuerlinie, Granaten, Smart-Bombs, Minen
und Lineshots. Über 50 verschiedene Aliens und insgesamt über
1.000 Bildschirmseiten mit Dutzenden versteckter Extras, Black Tunnels
und Pipelinesystemen sorgen für langen Spielspaß. Deshalb istTurrican
einer der heißesten Anwärter auf den Titel „Spiel des Jahres
1990“.
Der Kampf gegen Morgul
Eines meiner anstrengendsten
Abenteuer erlebte ich auf Turrican. Mein Boß schickte mich hin, um
diese Welt von Aliens zu befreien. Aber das gefürchtete Obermonster
Morgul glänzte durch Unauffindbarkeit...
Kurz nachdem ich
aus meiner ausgedehnten Kur zurückkehrte, in der ich mich von den
Spätfolgen meines Unterwasserabenteuers von X-Out erholt hatte, klingelte
wieder einmal das Telefon. Ich nahm den Hörer ab, und mein Boß
meldete sich: „Ah, gut, daß ich Sie erreiche. Ich habe einen Auftrag
für Sie...“ Meine Lust hielt sich wahrhaftig in Grenzen, aber als
Star-Mitarbeiter der Anti-Alien-Company wäre es für mich undenkbar
gewesen, dem Chef etwas abzuschlagen. Ich willigte also ein, und schon
24 Stunden später setzte mich ein Transporter der Firma auf der Welt
Turrican ab, die es zu befreien galt. Das Abenteuer konnte beginnen...
Level 1-1
Mein erster Roboter
steht auf einer weiten Ebene. Es ist totenstill, und kein Gegner läßt
sich blicken. Ich beschließe deshalb, nach links zu gehen. Auf einer
Anhöhe habe ich zum ersten Mal Feindkontakt, doch nach ein paar gezielten
Schüssen sind die Aliens k. o. Da das Spielfeld an dieser Stelle endet,
mache ich kehrt. Nach einer Reihe von Angreifern, die sich nach ihrem Abschuß
in Bonusgegenstände verwandeln, entdecke ich am Grund eines tiefen
Abgrundes eine Höhle. In dieser versorge ich mich mit Extrawaffen
und Diamanten. Frisch gestärkt klettere ich den Hang auf der rechten
Seite wieder hinauf und setze meinen Weg fort. Nachdem ich einem überraschenden
Steinschlag mit Mühe und Not und mit nur wenigen Tropfen Energie entgangen
bin, verleibe ich mir zwei Bonusgegenstände ein, die mir wieder volle
Energie bringen.
Das war knapp, denke
ich mir, als ich meinen Weg weiter nach rechts fortsetze. Nach einem anstrengenden
und langen Weg, der mich vorbei an spitzen Dolchen, Wasserfällen und
aggressiven Flugwürmern führt und mich viel Energie und Nerven
kostet, stehe ich am Fuße eines riesigen Turms. Frischen Mutes besteige
ich ihn, nachdem ich zuvor einen Roboter mit einer Panzerfaust ausgeschaltet
habe. Auf halben Weg begegne ich dann einem fliegenden Etwas, das wild
um sich schießt. Plötzlich erfolgt eine heftige Detonation.
Mein erster Roboter hat den Geist aufgegeben. Das Ufo hat ihn geschafft.
Deprimiert schmeiße ich den zweiten an und überlege, wie ich
das feindselige Flugobjekt vom Himmel holen kann.
Da fällt mir
der lenkbare Blitz ein. Mit dieser Waffe klappt es tatsächlich, und
ich habe freie Bahn nach oben. Auf der höchsten Stelle überrascht
mich erneut der heftige Steinschlag. Um meine Haut zu retten, flüchte
ich nach rechts, vernichte einen weiteren Kampfroboter und wage einen weiten
Sprung in die Tiefe. Zu meinem Glück lande ich hinter einem dritten
Roboter, der mich jedoch nicht bemerkt hat. Ich vernichte ihn mit ein paar
Schüssen aus meinem Laser, bevor er überhaupt merkt, daß
ich da bin. Dann verlasse ich erleichtert diesen ersten Level.
Level 1-2
Ich wische mir den
Schweiß von der Stirn und lehne mich zurück. Den ersten hätten
wir geschafft! Zu Beginn des ersten Levels treffe ich auf eine riesige
Faust, die es doch tatsächlich wagt, mich anzugreifen. Empört
über diese Feindseligkeit zücke ich meinen Laser. Doch bevor
ich auch nur einen Treffer landen kann, hat das Biest mir schon die Hälfte
meiner Energie genommen. Jetzt heißt es cool bleiben. Geschickt weiche
ich weiteren Schlägen der Faust aus und aktiviere den lenkbaren Blitz.
Kurz darauf ist es geschafft, der erste Oberbösewicht ist über
den Jordan. Doch meine Euphorie wird schon einige Meter weiter von hüpfenden
Glühlampen gedämpft, die meinem vom Kampf mit der Faust geschwächten
Roboter die letzte Energie nehmen. Mein dritter und letzter Roboter kommt
an die Reihe.
Aller guten Dinge
sind drei, denke ich mir und erklimme einen weiteren Turm. Über dessen
Spitze entdecke ich zufällig einen der geheimnisvollen Bonusblöcke.
Beim Versuch, ihn abzuschießen, um an die versteckten Bonusgegenstände
zu gelangen, entdecke ich unterhalb von ihm einen weiteren Block. Da ich
vermute, daß es sich hier um den Anfang einer versteckten Leiter
handelt, ballere ich wie verrückt durch die Gegend. Und tatsächlich
erscheinen weitere Steine: Ich klettere also an ihnen nach oben und finde,
ihr werdet es nicht glauben, sieben (!) Extraleben. Übermütig
setze ich meinen Weg nach rechts fort, bis mir buchstäblich schwarz
vor Augen wird. Der Himmel hat sich innerhalb von wenigen Sekunden verfinstert.
Hoffentlich gibt es kein Unwetter, denke ich und beobachte mißtrauisch
das Himmelszelt. Das hätte ich aber besser nicht
tun sollen! Da ich nicht auf den Weg geachtet habe, stürze ich ab.
Natürlich mitten in einen Wasserfall. Dies kostet mich ein weiteres
Leben. Mit meinem nächsten Robbi gehe ich weiter nach rechts.
Unterwegs überwinde
ich einige Dolche, Kampfroboter und anderes Gewürm. Außerdem
sammle ich noch Bonusgegenstände ein, darunter ein Extraleben. So
liebe ich das, jubele ich und marschiere weiter. Ich erreiche ein paar
Plattformen und entdecke schließlich nach einigem Suchen den Ausgang
am rechten, unteren Bildschirmrand. Ich fühle mich nun unbesiegbar
und brenne darauf, den nächsten Level in Angriff zu nehmen...
Level 1-3
Dort angekommen,
marschiere ich zunächst nach rechts. Dabei überwinde ich einen
meiner geliebten Wasserfälle und Dutzende von Angreifern, die ich
ohne Mühe ins Jenseits befördere. Bald stoße ich auf eine
Art Treppe, an der ich vorbei an Selbstschußanlagen eine Etage höher
gelange. Jetzt laufe ich in der entgegengesetzten Richtung, bis ich auf
den zweiten Oberbösewicht, ein riesiges Raumschiff, treffe. Es ballert
aus allen Rohren mit gelben, rautenförmigen Schüssen. Nach einem
harten Kampf und dem Verlust eines Lebens besiege ich den unbequemen Zeitgenossen
mit einigen Lineshots und Granaten. Zufrieden beobachte ich, wie die Trümmer
des Gegners in alle Himmelsrichtungen davonfliegen. Tja, wer mich schaffen
will, muß früher aufstehen. Und weiter geht's im Test. Am linken
Rand des Spielfeldes treffe ich auf einige Plattformen, mit denen ich mich
weiter nach oben arbeite.
Die schwarzen Shooter
stellen kein Hindernis für mich dar. Ich klettere solange nach oben,
bis ich am linken oberen Rand bin. Dort verleibe ich mir weitere Extraleben
ein. Ich mache kehrt und gehe nach rechts weiter. Auf dem Weg begegne ich
wieder Ufos, mit denen ich schon in den vorderen Levels schlechte Erfahrungen
gemacht habe. Und auch diesmal kosten mich die Flugobjekte mit ihren Bomben
ein Leben. Na, was soll's, ich habe ja noch neun. Ich setze meine Wanderung
fort, bis ich durch ein Loch im Boden eine Etage tiefer gelange. Nachdem
ich mit meinem Laser einige Steine aus dem Weg geräumt habe, gehe
ich zunächst nach links, falle eine Etage tiefer und gehe dann dauernd
nach rechts unten. Unterwegs zerstöre ich ein Dutzend Aliens und sammle
einige Diamanten ein. Plötzlich explodiert mein Roboter ohne Feindeinwirkung.
Verblüfft blicke auf den Bildschirm und suche nach der Ursache. Einen
Augenblick später erscheint die Lösung des Rätsels: Ich
hatte nicht auf das Zeitlimit geachtet! Jetzt muß ich aber aufpassen,
daß ich nicht noch ein Leben verliere, denke ich.
Am rechten Bildschirmrand
gelange ich danach durch ein Loch im Boden eine Etage tiefer. Dasselbe
wiederhole ich noch zweimal in entgegengesetzter Richtung, bis ich am unteren
Ende des Levels bin. Dort suche ich vergeblich den Ausgang, bis mir das
kleine, blinkende und pulsierende Kästchen auffällt. Da mir keine
andere Möglichkeit bleibt, ballere ich auf den Kasten. Einen Augenblick
später explodiert er, und kurz darauf erscheint eine Art Aufzug aus
einem Turm. Ich besteige ihn, gleite mit ihm hinab und habe den Level geschafft.
Yeah! Ich bin der Größte, denke ich, nun hält mich nichts
mehr auf!
Level 2-1
Angekommen in der
zweiten Welt, falle ich zunächst durch einen tiefen Schacht nach unten.
Unterwegs sammle ich einige Bonusgegenstände ein. Unten angekommen,
wähle ich vorerst den Weg nach links. In einem weiteren, kleinen Schacht,
der nach oben führt, bekomme ich zwei Extraleben. Da der Gang hier
endet, mache ich kehrt und setze meine Reise nach rechts fort. Wieder beim
Start angekommen, ballere ich mir den Weg nach unten mit Hilfe meines Blitzes
frei. Dann bewege ich mich weiter nach rechts, bis ich an eine Mauer aus
gelbweißen Steinen gelange. Diese räume ich kurzerhand beiseite
und entdecke dahinter ein Dutzend Diamanten, die ich gierig einsammle.
Das gleiche wiederhole ich einen Stock tiefer. Kurz darauf bewege ich mich
zunächst nach unten, anschließend nach rechts und falle durch
einen weiteren Schacht nach unten. Links und rechts von mir befinden sich
merkwürdige Stäbe, die mir bei Berührung Energie nehmen.
Ich überlege, wie ich an ihnen vorbeikommen kann. Da fällt mir
der Kreisel ein, in den ich meinen Roboter mit Joy runter und <SPACE>
verwandeln kann.
Gesagt, getan, und
so rolle ich nach rechts. Ich befinde mich in einem kleinen Wasserbecken,
in dem außer Wasser nichts ist. Da mir dies äußerst verwunderlich
vorkommt, lasse ich meinen Blitz umherschweifen. Plötzlich gibt es
einen Knall, und es erscheint ein riesiger Bonusblock, den ich auch sofort
plündere. Frisch gestärkt verlasse ich das Becken, passiere die
Stäbe mit meiner Rolle und folge dem vorgegebenen Weg. Unterwegs zerstöre
ich noch einige Kanonen, fliegende Steine, Minen und andere unangenehme
Zeitgenossen. Außerdem fallen mir noch ein paar Dutzend Diamanten
und diverse Bonusgegenstände in die Hände, wodurch ich meine
Bewaffnung weiter ausbaue. Mit glühendem Laser stehe ich nun in einem
riesigen Wasserbecken. Auf einmal schießen mir eine Unmenge von gefräßigen
Fischen entgegen, die mir an die Haut bzw. ans Blech wollen. Geistesgegenwärtig
reiße ich meine Waffe hoch, und es gelingt mir, die Fischlein im
letzten Moment zu eliminieren.
Völlig außer
Atem setze ich meine Reise fort. Wenn ich das hier lebend überstehe,
esse ich mein Leben lang keinen Fisch mehr, auch nicht freitags, schwöre
ich mir. Doch was dann kommt, stellt alles andere zuvor in den Schatten.
Von links schiebt sich ein riesiges Monster in Gestalt eines... Fisches
ins Bild! Neeeiiiin! Das ist zuviel! Doch was soll's. Also mache ich mich
ans Werk, um den dritten Oberbösewicht ins Jenseits zu schicken. Ich
schieße mit allem, was mir zur Verfügung steht: Lineshots, Granaten,
Blitz und natürlich mit meinem Laser. Doch das Vieh erweist sich als
äußerst zäh. Da es immer näher kommt, ziehe ich es
vor, mich in der unteren, rechten Ecke zu verkriechen. Nachdem sich der
Riesengoldfisch wieder ein Stück entfernt hat, krabble ich aus meinem
Versteck und werfe mich mit dem Mut der Verzweiflung auf das Biest. Fahr
zur Hölle, schreie ich und feuere, bis sich mein Laser rötlich
verfärbt und zu dampfen beginnt. Bevor er jedoch den Dienst quittiert,
erstarrt der Bösewicht in seiner Bewegung und explodiert im gleichen
Moment.
Bevor ich mich aber
ausruhen und eine Kaffeepause einlegen kann, muß ich mich noch um
einen Fischschwarm kümmern, den mir der Riesenfisch hinterlassen hat.
Dies gelingt mir schließlich auch nach dem Verlust der Hälfte
der Energie. Nach einer kurzen Pause bewege ich mich nach rechts und lasse
mich durch einen Schacht nach unten fallen. Der Rest des Levels stellt
dann kein großes Problem mehr dar. Ich finde den Ausgang schließlich
nach einigem Suchen in der Mitte des Raumes.
Level 2-2
Im nächsten
Level gibt's nicht viel Neues: Er beginnt, wie der vorige aufgehört
hat. Ich folge dem Gang, sammle Diamanten und zerstöre massenweise
Aliens. Hoffentlich meldet das niemand dem Tierschutzverein, denke ich,
als ich einer Kreatur einen Freifahrtschein zur Wolke sieben verschaffe.
Nach einem tiefen Abgrund besteige ich einen in der Luft schwebenden Felsblock,
springe hinüber zu einem weiteren und entdecke wieder einen Bonusblock.
Da ich am oberen Bildschirm eine Art Aufzug sehe, klettere ich auf ihn
und springe auf das merkwürdige Gebilde. Es ist tatsächlich ein
Lift, und so fahre ich mit ihm nach oben. Dort finde ich neben vielen Kreaturen
auch noch sechs Extraleben.
Das tat gut, seufze
ich, während ich nach unten falle. Wieder auf festem Boden angekommen,
folge ich weiter dem Weg nach rechts. Ich passiere einige Stäbe und
einen Müllschacht, durch den Aliengeschnetzeltes hinunterfällt.
Mit knurrendem Magen überspringe ich den Schacht und setze meine Reise
fort, die mich vorbei an vielen Diamanten und Stäben führt. Ich
erreiche schließlich das Ende des Levels, an dem mich bereits ein
weiterer Bösewicht in Form einer Maschine mit Stachel erwartet. Ich
feuere aus allen Rohren, mit Lineshots und Granaten, bis sich mir der Apparat
bis auf wenige Millimeter genähert hat. Da er keine Anstalten macht,
anzuhalten, bleibt mir nur eine Wahl: Die Flucht nach vorne mittels meiner
geliebten Rolle. Ich passiere ihn unbeschadet, verwandele mich zurück
in einen Roboter und stelle mich direkt hinter die Killermaschine zwischen
zwei Stäbe. Von dort aus macht es mir keine Schwierigkeiten, den Teufelsapparat
in seine Einzelteile zu zerlegen. Nachdem ich mich zu dieser Meisterleistung
beglückwünscht habe, verlasse ich den Level.
Level 3-1
Zu meiner Verwunderung
muß ich feststellen, daß ich mich in einem leeren Raum befinde.
Ich kann mich weder nach links noch nach rechts oder nach oben bewegen.
Was soll das, schimpfe ich, solche Scherze liebe ich nicht. Wütend
beginne ich in dem Raum umherzuballern. Plötzlich erscheint am unteren
rechten Rand ein merkwürdiges Gerät. Ich laufe darauf zu, und
als ich es erreicht habe, steigt es mit mir in die Höhe. Aha, das
war also eine Art Jet-Pak und kein Staubsauger, wie ich zuerst vermutete.
Ich fliege nun immer weiter nach oben, zerstöre hunderttausende Aliens
und verliere ein Leben nach dem anderen. Ich achte deshalb darauf, viele
Bonusgegenstände zu erwischen und nicht an irgendwelchen Zacken hängenzubleiben.
Völlig erschöpft erreiche ich das Ende des Levels, nachdem ich
zuvor einen weiteren Riesenalien mit ein paar Lineshots und Granaten erledigt
habe. Mit meinem stark dezimierten Roboterheer mache ich mich auf zum nächsten
Level.
Level 3-2
Halbzeit, jubele
ich und denke an die Anstrengungen und Nerven, die es mich gekostet hat,
an diese Stelle zu gelangen. Ich folge dem Gang und stelle zu meiner Freude
fest, daß keine Abzweigungen und Kreuzungen vorhanden sind. Also
gibt es nur den einen Weg! Ha, diesen Level schaffe ich im Schnelldurchlauf!
Das war leichter gesagt als getan, denn dafür machten mir viele Aliens,
Selbstschußanlagen und fliegende Blöcke die Hölle heiß.
Ich muß mein ganzes Können und sämtliche Extrawaffen aufbieten,
um diesen Level zu überstehen. Unterwegs entdecke ich auch zu meiner
Überraschung einige Bonusblöcke. Diese füllen meine Bewaffnung
wieder auf und bescheren mir sogar das eine oder andere Extraleben. Nach
qualvollen Minuten habe ich auch diesen Level hinter mir und hoffe auf
einen leichteren nächsten...
Level 3-3
Mein Wunsch wird
mir gewährt, denn der nächste Level ist tatsächlich wieder
etwas leichter. Im Gegensatz zum sechsten muß ich hier nach unten
fliegen. Ansonsten gibt es keine Neuerungen, ja nicht einmal einen Oberbösewicht
kann ich finden. Da ich mittlerweile etwas Übung im Fliegen mit dem
Jet-Pak habe, schaffe ich diesen Schwierigkeitsgrad relativ schnell und
verliere nur zwei Leben. Zufrieden mit Gott und der Welt lehne ich mich
zurück und warte ab, was der Tag bzw. der nächste Level mir bringen
wird...
Level 4-1
Das erste, was ich
in diesem Level bemerke, ist der modrige Geruch. Bevor ich mich nach rechts
auf die Reise mache, plündere ich noch einen weißen Bonusblock,
der mich mit Zusatzwaffen versorgt. Dann laufe ich dauernd auf der schiefen
Ebene nach rechts unten und überspringe Dutzende von Abgründen,
schießende Spinnen, hinabkugelnde Felsblöcke und ekelerregende
Maden. Als die Ebene nach rechts oben ansteigt, folge ich ihr, bis ich
an eine senkrechte Begrenzungswand stoße. Ich falle eine Etage hinab
und marschiere den Gang nach links unten entlang. Unterwegs begegne ich
mehreren grauen Dickschädeln, die ich mit meinen Lineshots entmaterialisiere.
Plötzlich falle ich in eine tiefe Grube, die mit seltsamen Glühwürmchen
gefüllt ist.
Fasziniert von dem
Schauspiel, bemerke ich zu spät, daß die Leuchtkugeln sich bei
Berührung vermehren und mir außerdem noch massig Energie nehmen.
Blitzschnell verwandele ich mich in die unverwundbare Rolle und kugele
bis zum rechten Rand. Dort nehme ich wieder meine Normalform an und verlasse
die Todesgrube so schnell wie möglich nach oben. Das war verdammt
knapp, denke ich und beschließe, von nun an vorsichtiger zu sein.
Kurz darauf setze ich meinen Weg fort und folge dem Gang. In ihm finde
ich tonnenweise Diamanten, denen ich natürlich nicht widerstehen kann.
Dieser Teil des Levels enthält keine Gegner mehr außer Säuretropfen,
denen ich mit Leichtigkeit ausweichen kann. Nachdem ich vor Langeweile
beinahe eingeschlafen wäre, falle ich durch einen Schacht und lande
in einem großen Raum.
Bevor ich noch irgendeinen
klaren Gedanken fassen kann, taucht plötzlich ein weiterer Oberbösewicht
auf. Er ähnelt in seinem Aussehen einer alten, ägyptischen Statue
und hegt keine friedlichen Absichten. Der ungewöhnliche Pharao rast
wie wild im Raum umher und versucht mich an den Wänden zu zerquetschen.
Mir gelingt es zwar, ihm ein paar zu schleudern, doch dann erwischt er
mich voll und macht Hackfleisch aus mir. Mein nächster Roboter hält
sich länger, denn ich habe eine Möglichkeit gefunden, den Attacken
der Mumie auszuweichen: Immer wenn er versucht, mich links oder rechts
zu erdrücken, springe ich schnell auf ihn und lasse mich auf der anderen
Seite hinunterfallen. Dann, nach schier endloser Zeit und dem Verlust eines
weiteren Lebens, verfärbt sich der Pharao gelb und kehrt zum Nil zurück
bzw. explodiert. Ich breche in lautes Jubelgeschrei aus und setze die Reise
fort. Der Rest des Levels stellt dann kein Problem für mich dar, und
so verlasse ich ihn, ohne einen weiteren Roboter zu verlieren.
Level 4-2
Der nächste
Schwierigkeitsgrad ähnelt dem vorigen. Zu Beginn gehe ich dauernd
nach rechts, überspringe tödliche Abgründe und vernichte
die sich rasch vermehrenden Vampire. Als ich auf eine schiefe Bahn treffe,
die nach rechts oben führt, springe ich nach links oben, um auf einen
Vorsprung zu gelangen. Von nun an bewege ich mich immer nach oben, bis
ich in einen Gang einbiege, in dem es von Diamanten, Säuretropfen
und abschießbaren Totenköpfen nur so wimmelt. Ich folge dem
Weg und entdecke völlig überraschend den Ausgang am oberen Bildschirmrand.
Level 4-3
Auch der nächste
Level stellt zu Beginn kein großes Problem dar, da außer Säuretropfen
keine Gegner anzutreffen sind. Ich bewege mich also die schiefen Ebenen
immer weiter nach oben, bis ich durch ein Loch in der Decke eine Etage
höher gelange. Am rechten Rand erklimme ich danach den ersten sichtbaren
Aufgang und wende mich zunächst nach rechts. Doch außer Diamanten
kann ich hier nichts entdecken. Also mache ich kehrt und halte mich von
meiner Ausgangsposition links. Ich folge dem Gang und finde nach einigem
Suchen den Aufgang zur nächsten Ebene. Dort angekommen, bewege ich
mich nach links. Nichts Böses ahnend marschiere ich also den Weg entlang,
als urplötzlich ein riesiges, dreiköpfiges Scheusal auf mich
zukommt. Sofort mache ich mich gefechtsbereit und beginne mit allem zu
schießen, was ich besitze.
Das Biest wird zwar
getroffen, und auch ein Kopf ist zerstört, doch das scheint es gar
nicht weiter zu stören. Da es mir immer näher kommt, ziehe ich
mich wieder einmal in die rechte, untere Ecke zurück, und tatsächlich
klappt es auch diesmal. Von meiner Position aktiviere ich meinen Blitz
und richte ihn auf den Dreiköpfigen. Der Bursche erweist sich jedoch
als äußerst zäh, denn auch als alle drei Schädel zerstört
sind, macht er immer noch einen sehr lebendigen Eindruck. Dann, nach einer
Ewigkeit, löst er sich endlich auf, und ich habe freie Bahn. Ich folge
dem vorgegebenen Weg, springe von Plattform zu Plattform und entdecke schließlich
den Ausgang hinter einer Wand von abschießbaren Totenschädeln.
Auf Wiedersehen in Level zwölf!
Level 5-1
Ich befinde mich
nun im vorletzten Level. Hier treffe ich fast alle Aliens aus den früheren
Levels wieder. Da Wiedersehen bekanntlich Freude macht, beginne ich auch
gleich den Ausgang zu suchen. Dies erweist sich jedoch als äußerst
schwierig, da der Turm, in dem ich mich befinde, massenweise Sackgassen
und Abzweigungen bietet. Nach schier endlosem Suchen habe ich den Ausgang
jedoch gefunden. Er befindet sich im rechten, oberen Eck des Gebäudes,
hinter einer Mauer aus hellblauen Steinen. Man gelangt dorthin, indem man
so weit wie möglich im Turm nach oben steigt. Trifft man dann auf
eine Mauer, die einem den Weg weiter nach oben versperrt, verläßt
man ihn und klettert auf den Plattformen weiter nach oben, bis man die
letzte Stufe erreicht hat. Nun betritt man das Gebäude, springt weiter
nach oben und verläßt den Turm auf der rechten Seite. Jetzt
muß man nur noch einige Treppen erklimmen, und schon steht man vor
der besagten blauen Mauer. Puh, dieser Level hatte es in sich, denke ich,
als ich ihn verlasse.
Der letzte Level,
Freunde, bald haben wir es geschafft! Eine merkwürdige Stimmung umfängt
mich hier. Kein noch so kleiner Alien läßt sich blicken. Ich
spüre, daß ich fast am Ziel bin. Bald werde ich Morgul, dem
Herrn des Bösen, gegenüberstehen. Doch noch ist es nicht soweit.
Ich gehe zunächst nach links und finde zu meiner Freude in dem Schacht
drei Extraleben. Nachdem ich kehrt gemacht und einige Bonusblöcke
und Bonusgegenstände gefunden habe, folge ich dem vorgegebenen Weg,
bis ich auf eine riesige Mauer aus kleinen, blauen Steinen treffe. Ich
aktiviere meinen Blitz und lasse ihn umherschweifen. Zu meinem Leidwesen
muß ich feststellen, daß er einen Weg nach links und einen
zweiten nach rechts freilegt. Ich entscheide mich also für den linken.
Wird schon schiefgehen, denke ich und mache mich auf die Reise. Nach stundenlangem
Einsatz meines Blitzes erreiche ich schließlich einen großen
Raum. Er kam ganz leise, doch jetzt ist er da: Morgul! Mein letzter und
schwerster Kampf steht mir bevor. Ich spucke in die Hände, und los
geht's. Ich verziehe mich diesmal ins linke Eck, da ich hier relativ sicher
bin.
Erst jetzt finde
ich Gelegenheit, den Herrn des Bösen genauer zu betrachten. Er hat
drei Gesichter, von denen mich eines irgendwie an einen Pavian erinnert.
Doch egal, wie er aussieht, sein letztes Stündlein hat geschlagen
(oder meines). Mit allen Waffen gelingt es mir schließlich, eines
der drei Gesichter zu zerstören. Mittels meiner Rolle passiere ich
auch seine zweite Fratze und den Rest Morguls. Nach ein paar Schüssen
platzt er buchstäblich und verschwindet, hoffentlich für immer...
Mein Roboter macht sich auf einmal selbständig, und bevor ich eingreifen
kann, besteigt er ein für ihn dort abgestelltes Raumschiff. Das Triebwerk
zündet, und das Schiff verläßt den Turm. Kurz darauf erschüttert
eine gigantische Explosion die Welt Turrican. Morguls Bude ist in die Luft
gegangen. Endlich finde ich einmal Zeit, ordentlich zu verschnaufen. Nachdem
ich von einem Transporter meiner Firma nach Hause gebracht wurde, falle
sogleich in einen tiefen, erholsamen Schlaf. Erinnert mich daran, daß
ich, sobald ich wieder aufgewacht bin, meinen Rentenantrag einreiche!
(64'er-Longplay 12/90, Autorin: Bärbel Gebhardt)
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