Das Spiel
Die Schlacht beginnt
in einem anderen, mehrdimensionalen Raum, der vom Bösen verborgen
gehalten wird. In diesem Reich regiert das riesige Böse. Dort leben
einige recht schauerliche, gefährliche Wesen, die das Reich beschützen.
Um den Feind zu besiegen, schickt die Menschheit das Kampfflugzeug R-9
in die Schlacht. Soviel zur Handlung. Das Reich des Bösen ist in acht
verschiedene Welten eingeteilt, die es zu erobern gilt. Jede Welt (Level)
wird mit einem mehr oder weniger üblen Schlußmonster abgeschlossen.
Die hauptsächliche Waffe des Spielers ist die Strahlkanone.
Wenn man den Feuerknopf
länger drückt, steigt die Energie des Strahls an. Während
des Spiels lassen sich eine ganze Reihe von Zusatzwaffen erwerben, die
man auch in die nächsten Level mitnehmen kann. Einzelne Waffen werden
einem oft im richtigen Augenblick angeboten. Man sollte jede Waffe akzeptieren,
denn die darauf folgenden Schwierigkeiten lassen sich oft nur mit der aktuellen
Zusatzwaffe lösen. Wenn man seine Waffen verliert, wird die Sache
unmöglich, und es ist oft besser, von vorn zu beginnen. Man sollte
sich nicht von den Monstern entmutigen lassen, spätere Level sind
nicht automatisch schwerer. Noch ein Tip: Wenn ihr tatsächlich R-Type
durchspielen wollt, fangt möglichst freitags an, dann seid ihr wahrscheinlich
am Sonntag abend fertig – fix und fertig.
Nichts für lasche Typen: Ballern, was das Zeug hält
Sieben Welten und
sieben Endmonster, die einem das Leben schwermachen – das ist R-Type. Nur
die Besten können die Herausforderung bestehen. Gehören Sie dazu?
Es fing damit an,
daß ein Freund sich R-Type über einen Versandhandel kaufte und
es mir auslieh, als er in Urlaub fuhr. Es ließ mich nicht mehr los,
ich spielte es trotz des schwülen Spätjuniklimas zwei Wochen
lang mehrere Stunden täglich.
Als erstes wird das
recht gelungene Titelbild geladen, das eine Mischung aus Dinosaurier und
Nessie zeigt. Nach einem Druck auf die <SPACE>-Taste verschwindet es,
das Eingangsmenü und die Highscore-Tabelle werden nachgeladen. Der
Bildschirm meldet zweifarbig „Ready“. Ein Druck auf den Feuerknopf, und
ich sehe meinen blauen Fighter, der der Form eines herabstoßenden
Raubvogels nachempfunden ist. Beim Druck auf den Feuerknopf sendet er kurze
Laserimpulse aus. Für die kleinen, roten Fighter, die jetzt oben rechts
auftauchen, wird diese Waffe nicht gebraucht, für sie reicht je ein
einziger Schuß. Am besten hält man sich äußerst links,
um sich auf neue, von rechts kommende Gegner besser einstellen zu können.
Diese lassen nicht lange auf sich warten, sondern entern von rechts unten
den Bildschirm. Sie sehen aus wie Käfer, aber keine natürlichen,
sondern es scheinen biomechanische Wesen zu sein – wie der überwiegende
Teil meiner Gegner.
Nachdem ich sie gründlich
beschossen habe (ich bin ohnehin kein Käferfreund, aber biomechanische
Mistkäfer, das ist zuviel), warten schon die nächsten Gegner
auf mich, die bereits bekannten roten Fighter. Diesmal treten sie aber
zahlreicher auf (Tip: Dauerfeuer benutzen und immer in Bewegung bleiben,
sie schießen auch diagonal). Zwischen ihnen entdecke ich ein graues,
rundes Gebilde, das bei Beschuß aufplatzt und einen blauen Kristall
freigibt. Beim Weiterfliegen berühre ich ihn, und ein kleiner kugelförmiger
Satellit kommt von links ins Bild. Als er mich überholt hat, rufe
ich ihn per <SPACE>-Taste zu mir. Er hat die Aufgabe, meine Vorderseite
zu decken, denn einen Zusammenprall mit ihm überlebt keiner meiner
Gegner, außerdem fängt er feindlichen Beschuß jeder Art
ab. Dies ist auch nötig, denn der Roboter, der jetzt auf dem Boden
auftaucht, feuert, als würde er dafür bezahlt.
Da ich durch den
Satelliten gedeckt bin, hat er meinem Beschuß nicht viel entgegenzusetzen.
Nebenbei zerstöre ich noch einen kleinen blauen Raketenwerfer, bevor
ich wieder hinaufsteige in den Wust roter Fighter, der sich dort angesammelt
hat. Nachdem ich auch dies überstanden habe (das Dauerfeuer sollte
man nicht mehr abschalten, es lohnt sich nicht), fliege ich auf einen Engpaß
zu, hinter dem eine Art Kammer ist, in der sich graue, eckige Wesen aufhalten,
die sich nur langsam bewegen, aber schnell genug schießen, um mir
den Durchlaß zu verwehren. Ich kopple also mit <SPACE> meinen
Satelliten ab, welcher auch stante pede die Kammer entert und dort aufräumt.
Nun pfeife ich ihn zurück – ebenfalls mit <SPACE> – und kann die
Kammer gefahrlos durchfliegen. Ich bekomme ein weiteres Extra. Als ich
es abgeschossen und berührt habe, verwandelt sich mein Satellit in
eine rotierende Kugel mit zwei Geschützrohren.
Level 1
Ich kann nun zusätzlich
kleinere Laserimpulse im 45-Grad-Winkel aussenden, die von Boden und Decke
reflektiert werden. Ich finde auch sofort Verwendung für sie, denn
ich gelange an eine zweite, kugelförmige Kammer, die von acht Geschützen
verteidigt wird. Die Kanonen schießen sich sofort ein, so daß
ich den Satelliten besser bei mir lasse. Ich fliege also in die Kammer
hinein, schieße die in der oberen Hälfte postierten Kanonen
ab und fliege sofort wieder am anderen Ende hinaus und befinde mich am
rechten Bildrand, konzentriere mich auf eventuell auftauchende Gegner –
und explodiere plötzlich. Wieder dort angekommen, wird der Grund schnell
sichtbar. Die vier übrigen Kanonen der rechten Kammer haben beschlossen,
ihre Kollegen zu rächen und haben mir hinterher geschossen.
Beim nächsten
Mal begebe ich mich in den toten Winkel. Dort wandere ich synchron zum
Bildschirmscrolling – das übrigens sehr weich und ruckfrei gelungen
ist – wieder nach links. Als nächstes erwarten mich vier kleine Bodenkanonen,
die feuern, als hätten sie ein komplettes Nato-Munitionsdepot gefrühstückt.
Nachdem ich sie fachgerecht verschrottet habe, bekomme ich ein weiteres
Extra, ein rotes diesmal. Mit ihm sendet mein Satellit nun ein spiralförmiges,
weißes Energiefeld aus, das sogar noch etwas größer ist
als mein Fighter und der Satellit zusammen – genau die Keule, die ich brauche,
denn nachdem ich zwei Wächter beseitigt habe, stehe ich vor dem Endgegner
dieses Levels, einem biomechanischen Saurierzombie. Wie alle Saurier wird
auch dieser eine schwache Stelle haben. So ist es denn auch: Wenn man ungefähr
fünf Pixel überhalb des letzten „Hügels“, den man überflogen
hat, fliegt, so hat man genau die richtige Position, um den Saurier dahin
zu treffen, wo's am meisten weh tut – in den Bierbauch. Tatsächlich,
er wird schon nach wenigen Schüssen atomisiert. Yeah! Level 2 wird
nachgeladen, außerdem gibt's einen Bonusfighter, und der Satellit
mit kompletter Bewaffnung wird in den nächsten Level übernommen.
Level 2
Dort erwartet mich
ein Höhlenszenario. Aus dem Boden und von der Decke kommen krebsähnliche
Geschöpfe, die meinem von Level 1 übernommenen energiefeldverbreitenden
Satelliten nichts entgegenzusetzen haben. Es sei denn, sie fallen einem
in den Rücken. Mist! Ich habe natürlich nicht daran gedacht,
daß der Trick mit dem toten Winkel auch umgekehrt funktionieren könnte.
Ich beginne den Level also noch einmal und suche nach einem Punkt, an dem
sie mich nicht berühren können, denn meine Extras bin ich auch
los. Dieser Punkt ist recht schnell gefunden. Ich stelle mich einfach in
die Ecke links oben, dort ziehen einige Krebse zwar nahe vorbei, aber sie
berühren mich nicht, so daß ich sie mit einem Full-Power-Beam
problemlos vom Bildschirm putzen kann. Was als nächstes auftaucht,
läßt mich vermuten, daß dieser Level anscheinend unter
Wasser spielt: Es kommt eine Horde wildgewordener Kaulquappen auf mich
zu, die zwar nicht schießen, aber ziemlich schnell sind. Allerdings
stellen auch sie kein ernsthaftes Problem dar.
Nach dieser Begegnung
kann ich mir wieder einige Extras fangen (das erste Extra, das man bekommt,
ist – bis auf eine Ausnahme in einem späteren Level – immer der Satellit).
Wieder kommen einige Krebse, wieder beziehe ich meinen Posten oben links,
als sich die Krebse verflüchtigen und einer Seeschlange Platz machen,
die aus einem Kopf, einigen kugelförmigen Segmenten und einem Schwanzteil
besteht. Ich schieße einige Segmente heraus, was sie jedoch nicht
im geringsten stört. Nachdem noch zwei ihrer Artgenossen kurz vorbeigekommen
sind, kündigt mir eine bereits bekannte Tonfolge an, daß ich
nun den Endgegner dieses Levels kennenlernen werde. Ich nehme noch ein
Extra, das mir erlaubt, diagonal zu schießen; ich werde es brauchen.
Der Endgegner ist ein sehr schön gezeichnetes Herz, in dem die bereits
bekannten Seeschlangen ein und aus schwimmen, wobei sich eine Art Auge
am oberen Teil öffnet, das man mehrmals treffen muß. Ich nehme
mir also vor, ein wenig zur Arterienverkalkung beizutragen, ziehe los und
fliege fast in eine Schlange, die sich gerade in der Lungenarterie breitmachen
will. Also lasse ich sie ziehen, wandere immer von links unten nach rechts
unten, wobei ich jedesmal einen Schuß auf das „Auge“ abgebe, und
irgendwann ist es soweit – Herzinfarkt! Level 3, fang an zu beten!
Level 3
Dort angekommen,
erwartet mich tiefdunkelschwarze Leere und ein Laserhagel, gegen den mich
mein Satellit schützt. Er stammt aus einem gigantischen Raumschiff,
dessen Oberfläche mit Kanonen aller möglichen und unmöglichen
Formen und Arten bebaut ist. Sie sind recht hartnäckig und lassen
sich nur durch mehrere Treffer zerstören, was nicht ganz einfach ist,
da das gesamte Raumschiff sich langsam, aber stetig bewegt. Man muß
aufpassen, nicht in einer Nische stehenzubleiben, wo man buchstäblich
zerquetscht wird. Immer an einer sicheren Stelle bleiben und die Scrollbewegungen
mitfliegen ist das einzig brauchbare Mittel. Wenn man es einmal raus hat,
ist es recht einfach, und man kann sich auf den Abschuß der überall
postierten Kanonen konzentrieren. Ich bleibe auf der Unterseite des Schiffes,
das über mir langsam nach links scrollt.
Aus dem vorigen Level
besitze ich noch ein Extra, mit dem ich kleine, gelbe Feuerkügelchen
verschieße, die sich an den Konturen des Raumschiffes entlangschleichen
und in Nischen versteckte Geschütze zerstören, die ansonsten
recht lästig werden können. Im Moment ist es ruhig, keine Angriffe
irgendwelcher Art, aber es fängt an, eng zu werden, denn das Raumschiff
scrollt nach unten, als sich plötzlich ein gut getarntes Beiboot löst
und mich überwalzt. Da biste platt. Wieder am Anfang des Levels angekommen,
muß ich dem Beschuß ausweichen, da ich den Satelliten nicht
mehr besitze, was sich aber recht bald ändert. In Form der bekannten
Extras bekomme ich alle benötigten Waffen. Wieder am Beiboot angekommen,
ziehe ich meinen Fighter nach oben in eine Nische, das Beiboot fliegt unter
mir hindurch. Na also. Das Schiff scrollt wieder nach oben, es werden vier
Düsen sichtbar, die es oben halten. Ich erhalte das Extra, mit dem
ich die schon erwähnte spiralförmige Energiekeule verschicken
kann. Die Düsen arbeiten plötzlich nicht mehr, das Schiff sinkt
ab.
Ich bleibe links,
denn ich weiß nicht, ob ich es noch schaffe, unter den nun kalten
Düsen hindurch nach rechts zu fliegen. Die Unterseite des Schiffes
kommt bedrohlich nahe, mir bleibt gerade noch genug Platz, um nicht mit
einer der Wände zu kollidieren. Als es sich wieder aufwärts bewegt
(komisch – die Düsen sind noch immer abgeschaltet), fliege ich nach
rechts in einen Schwarm roter Fighter, die aber kein Problem darstellen.
Nun wird die Rückseite des Schiffes sichtbar, sie beherbergt vier
Kanonen, die in mehrere Richtungen feuern können. Ich versuche, mich
durch ihr Feuer hindurchzuschleichen (mein Satellit kann mich nicht schützen,
er befindet sich vor der Nase meines Fighters, während das Heck attackiert
wird). Ich fange mir einen Abschuß ein und beginne wieder von vorne,
mit dem grausigen Gedanken, daß ich soeben meinen letzten Fighter
fliege. Wieder hinten angekommen, kopple ich den Satelliten ab, überhole
ihn und kopple ihn am Heck wieder an.
Die Kanonen können
mir nun nichts mehr anhaben. Oben zerstöre ich noch drei kleinere
Kanonen, bevor ich den Satelliten wieder löse, überhole und vorne
wieder ankopple. Nun gilt es noch, den Motor zu zerstören, der sich
in der Mitte des Schiffes befindet. Um ihn zu erreichen, muß man
sich in eine kleine Nische direkt vor ihm zwängen. Dann serviert man
ihm 15 Sekunden Dauerfeuer, und schon bleibt er mit einem ausgewachsenen
Kolbenfresser auf der Strecke. Auf geht's in Richtung Level 4.
Level 4
Hier werde ich sofort
freudig begrüßt, und zwar von den kleinen roten Fightern. Neu
ist jedoch, daß sie eine Spur grüner Kügelchen hinter sich
herziehen, die man tunlichst umfliegen oder abschießen sollte (Tip:
Ein schwacher Beam genügt, um mit einem Schuß eine ganze Reihe
verschwinden zu lassen). Ich bin vollauf damit beschäftigt, mir einen
Weg zu bahnen, denn mein Satellit kann die Kügelchen nicht zerstören,
sondern er überfliegt sie einfach. So gerate ich ins Kreuzfeuer einiger
Raketenwerfer, die vom Boden her feuern – und treffen. Gut, daß ich
am Anfang einen Bonusfighter bekommen habe, es ist mein letzter. Diesmal
spiele ich Tiefflieger, zerlege alles, was sich am Boden bewegt, und steige
dann wieder auf, wobei ich tierisch aufpassen muß, denn die roten
Fighter kommen nicht nur von vorne, sondern auch von oben und unten. Also
positioniere ich mich äußerst links in der Bildschirmmitte.
Ein schwerwiegender
Fehler, wie sich herausstellen wird, denn ein kurzes Stück weiter
werde ich von hinten gerammt (hätte ich mir eigentlich denken können)
und werde prompt aufgefordert, mir Level 1 noch mal anzuschauen. Als sich
draußen die Dämmerung ankündigt, bin ich wieder am Anfang
von Level 4 und überlege, wie's besser geht. Es gibt keinen toten
Winkel, in dem man vor seinen Gegnern sicher ist. Es gibt nur eine Möglichkeit:
Durchballern. Also kopple ich den Satelliten hinten an, um gegen Angriffe
aus dem Hinterhalt gefeit zu sein, und habe tatsächlich Erfolg, denn
bald sehe ich vor mir, daß der gesamte Bildschirm mit diesen Kügelchen
gefüllt ist. Ich bleibe äußerst links und mache reichlich
Gebrauch von der Beam-Funktion. Das Ende dieser grünen Masse ist bereits
in Sicht, als ich ein weiteres Extra erhalte: Einen zweiten, blauen Satelliten,
der sich über meinem Fighter niederläßt, sich von dort
aber nicht abkoppeln läßt.
Außerdem erhalte
ich das Extra, mit dem ich diagonal schießen kann. Endlich komme
ich wieder ins Freie, werde von einigen Fightern attackiert und kurz darauf
dem Endgegner gegenübergestellt. Der Endgegner ist eine recht groß
geratene Maschine, die sich dreiteilt. Ich postiere mich am unteren Bildrand
und beschieße die drei Teile, die fast nur nach links schießen.
Allerdings kann ich den drei Maschinen nichts anhaben, solange sie sich
am Bildschirmrand aufhalten. Daß ich richtig liege, merke ich daran,
daß es im Inneren der Maschinen kurz aufblitzt. Ein wenig Geduld
ist allerdings erforderlich, außerdem ist es wichtig, daß man
sich nur unterhalb der drei Teile aufhält. Irgendwann geben sie klein
bei und explodieren. Der Weg ist frei.
Level 5
Wieder lande ich
in einer Art Höhle, wo ich auf der Stelle von geballter Biomechanik
in Form angriffslustiger Käfer bearbeitet werde. Immer schön
links bleiben, auch auf die Gefahr hin, daß was von hinten kommt,
und immer in Bewegung bleiben, sonst hat man trotz Satellit keine Chance.
Nachdem sich die Käfer endlich verdünnisiert haben, übernehmen
raupenähnliche Wesen das Geschehen. Am besten wandert man direkt neben
ihrem Kopf, um dann schnell abzudrehen. So entgeht man ihrem Beschuß
am sichersten. Nach den Raupen schauen die Käfer noch einmal kurz
vorbei, ihnen folgt eine Horde schneller, blauer Fighter, die überall
gleichzeitig sind, aber zum Glück nur geradeaus schießen, so
daß man sich leicht einen Weg durch sie bahnen kann.
Ihnen folgen wieder
Raupen und Käfer, was dann kommt, schlägt dem Faß allerdings
den Boden in die Krone: Fighter, ungefähr viermal so groß wie
meiner, an der Vorderseite gespickt mit Geschützrohren, lassen einen
Laserhagel auf mich niederprasseln, daß es nur so rauscht. Aber auch
sie stellen keine ernsthafte Gefahr dar, denn gegen meinen Satelliten sind
auch sie machtlos. Nachdem ich sie überwunden habe, kündigt sich
auch schon der nächste Endgegner an. Er besteht aus grünen, ineinanderschleimenden
Kugeln, die sich zu einer Masse zusammengeballt haben. Diese Masse schleimt
jetzt mit zuckenden Bewegungen über den gesamten Bildschirm, in der
Hoffnung, mich irgendwo an die Wand drücken zu können. Man überwindet
sie folgendermaßen: Der Satellit wird abgekoppelt und fliegt ballernd
über den Bildschirm, während ich meinen Fighter, so weit es geht,
in die linke obere Ecke quetsche (Vorsicht, nicht zu weit, sonst zerschellt
er an der Wand). Dies ist die einzige Ecke, in der ich nichts zu befürchten
habe. Der Satellit beschießt nun den Endgegner, es kann allerdings
einige Minuten dauern, bis er ihn endgültig zur Strecke gebracht hat.
Die Bahn ist frei für Level 6.
Level 6
In Level 6 finde
ich Röhren, die Gänge bilden, und Unmengen grüne Fighter,
die diese bevölkern. Da sie auch von hinten kommen, empfiehlt es sich,
den Satelliten hinten anzukoppeln. Auch sollte man immer direkt auf einer
der Röhren fliegen, da dies Treffer von unten verhindert. Weiter hinten
stehen dann drei Röhren senkrecht. Um dorthin zu gelangen, muß
man einfach nur schnell sein, es gibt dort keinen Trick. Dies ist aber
auch die einzige Stelle in diesem Level, wo's richtig eng wird, danach
kommt man recht schnell zum Endgegner durch, der eigentlich gar keiner
ist.
Es gibt nämlich
keinen richtigen Endgegner, sondern das Scrolling stoppt, der Bildschirm
bleibt, wie er ist, und herein kommen zirka 50 Fighter (keine Gewähr
für diese Zahl, sie ist geschätzt). Ich suche nach einer Stelle,
an der ich sicher bin, denn ich bin sicher, daß es eine solche gibt.
Man stelle sich etwas unterhalb der Mitte des rechten Quadrats so auf,
daß der Satellit hinten ist, dann zerschellen alle Gegner am Satelliten
(es ist wichtig, daß dieser sich hinten befindet) oder fliegen vorbei.
Irgendwann hört der Ansturm auf, und man findet sich in Level 7, dem
vorletzten Level, wieder.
Level 7
In Level 7 kommt
es nur auf schnelle Reaktion an, taktische Probleme stellen sich nicht.
Man befindet sich in einer Höhle, deren Boden und Decke manchmal Vorsprünge
aufweisen, und wird von biomechanischen Käfern angegriffen. Auch hier
sollte man den Satelliten hinten ankoppeln, falls einige der Käfer
einem in den Rücken fallen sollten. Das war eigentlich schon alles,
aber es ist nicht leicht, den Käfern auszuweichen. Wie gesagt: Wer
schnell ist, dürfte keine großen Probleme haben und wird schnell
mit dem Endgegner konfrontiert werden, der – man faßt es nicht –
eine Müllkippe ist.
Von der Decke fällt
der Schrott des Bydo-Imperiums, das ich eigentlich vernichten soll. Im
letzten Drittel dieses Levels konnte ich den schon erwähnten zweiten
Satelliten bekommen. Er ist unerläßlich, da er den Müll
abhalten muß, der von oben auf den Fighter fällt. Ich bleibe
ganz links in einer Nische, die einer anderen Nische auf der rechten Seite
gegenüberliegt. Von Zeit zu Zeit steckt eine Art Saurier-Mutation
seinen skelettierten Schädel herein, den ich ihm umgehend per Beam
von der Wirbelsäule puste. Irgendwann ist sein Vorrat an Ersatzschädeln
zu Ende (es kann einige Minuten dauern), dann zerfällt er in seine
Bestandteile und gibt den Weg in Level 8, die letzte Herausforderung, frei.
Level 8
Level 8 erweist
sich aber als einfacher, als ich dachte. Wieder lande ich in einer Höhle,
ohne Vorsprünge diesmal. Ich werde von grünen, embryoähnlichen
Wesen bestürmt, denen man nur ausweichen muß, was nicht besonders
schwierig ist. Sie rücken einem immer dichter auf die Pelle, aber
es sind keine anderen Gegner in Sicht, auch nicht von hinten, und so komme
ich ungestört zum Endgegner. Der hat es allerdings in sich. Er besteht
aus einem grünen, lebenden „Ring“ mit einer Art Mund. In seinem Inneren
sitzt eine Art Baby-Saurier, der anscheinend nichts Besseres zu tun hat,
als mit Feuerbällen um sich zu werfen, und zwar immer dann, wenn sich
der äußere Ring öffnet. Ich nehme mir also vor, diese Geschosse
von meinem Satelliten abfangen zu lassen und gleichzeitig durch die Öffnung
zu schießen.
Allerdings ist mein
Gegner mit diesem Plan nicht ganz einverstanden, denn mein Satellit ist
nicht in der Lage, den Beschuß abzuwehren. Wer rechnet auch mit so
was... Wieder dort angekommen, versuche ich es auf eine etwas unbequemere
Methode: Da der kleine Saurier nicht immer schießt, wenn sich der
Ring öffnet, sondern nur jedes zweite Mal, versuche ich also, immer
dann zu feuern, wenn mein Gegner gerade Pause macht. Auf diese Weise dauert
es recht lange, aber es funktioniert. Schließlich zerfetzt eine wunderschöne
Explosion auch diesen letzten Gegner. Endlich! Wer jetzt allerdings ein
monumentales Schlußszenario erwartet, wird enttäuscht werden.
Ich werde aufgefordert, Seite A einzulegen, kurz darauf dankt mir das Programm
für meinen mutigen Einsatz, die Zerstörung des Bydo-Imperiums
und dafür, daß ich das Spiel bis zum Ende durchgespielt habe.
In der Tat läßt
sich R-Type jedem empfehlen, der sich nach Katakis noch an diese Art Spiele
herantraut. Die Programmierer haben R-Type auch alles mit auf den Weg gegeben,
was ein gutes Shoot'em Up-Spiel ausmacht: Die Grafik ist ansprechend, jeder
Level hat seinen eigenen, gelungenen Sound, und wer ein wenig strategisch
denkt, dem ist langer Spielspaß sicher. Es sei denn, er verfällt
vorher dem Wahnsinn.
(64'er-Longplay 1/91, Autoren: Carlo Kühnast/Arnd Wängler)
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